Begründete Stellungnahme

1. Beispiel
2. Beispiel
3. Beispiel

4. Beispiel: Mit Anmerkungen!


1. Beispiel

Aufgabe:

Bearbeite eines der folgenden Themen! Halte dich dabei an die in der Schule besprochene und geübte Form der begründeten Stellungnahme!
Die Arbeitszeit beträgt 70 Minuten.

Viel Erfolg!

 

Themen:

  1. Aufruf zur Mitarbeit in der Schülerzeitung
  2. Briefliche Bitte an einen Freund / eine Freundin, an das Ludwigsgymnasium zu wechseln
  3. Resolution der Klassensprecherversammlung, den Computer stärker im Unterricht einzusetzen

Erwartungshorizont / Mustergliederungen:

In Einleitung und Schluss soll nicht das Thema des Aufsatzes paraphrasiert werden. Diese beiden Stichpunkte sollen erst auf das Thema im Hauptteil B hinweisen bzw. darüber hinausweisen.

Merkmale der Formulierung der Stichpunkte, die in den Übungsaufsätzen besprochen wurden, müssen in der Schulaufgabe richtig angewendet werden (keine Sätze, mehr als ein Wort, nominale Formulierung).


Ausführung:

Das Thema ist genau zu beachten. So geht es nicht um den Sinn einer Schülerzeitung allgemein, sondern um Gründe für die Mitarbeit daran. Es geht auch nicht um Möglichkeiten des Computers allgemein (im Beruf oder in der Landwirtschaft!), sondern um Gründe, im Unterricht vermehrt mit dem Computer zu arbeiten.

Argumente sollen aus These, Begründung, Beispiel und evtl. Bezug zur These bestehen.


Gliederung zum Thema 1:

  1. Der Pennäler, die Schülerzeitung am Luggy
  2. Werbung für weitere Redaktionsmitglieder
    1. Kennenlernen neuer Freunde
    2. Spaß bei der Herstellung einer Schülerzeitung/li>
    3. Einblick in wichtige Entwicklungen an der Schule
    4. Möglichkeit, eigene Texte zu veröffentlichen
    5. Verantwortung für die Information der Mitschüler
    6. Sammeln wichtiger Erfahrungen für das spätere Leben
  3. Schülerzeitung als Mittel der Erziehung zu Demokratie

Gliederung zum Thema 2:

  1. Erinnerung an früher gemeinsame Schulzeit
  2. Gründe, an das Ludwigsgymnasium zu wechseln
    1. Auffrischen der alten Freundschaft
    2. Familiäre Atmosphäre durch geringe Schülerzahlen
    3. Chance auf neues Inventar nach der Renovierung
    4. Vielfältige Angebote der SMV (Nachhilfe, Tutoren, Veranstaltungen etc.)
    5. Interessanter Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern<
    6. Gute Ausbildung
  3. Kurzer Vergleich mit den anderen Straubinger Gymnasien

Gliederung zum Thema 3:

  1. Regelmäßig stattfindende Klassensprecherversammlungen
  2. Aufruf, den Computer stärker in den Unterricht einzubinden
    1. Ausnutzung der teueren Anschaffungen im Computerraum
    2. Verbesserter Unterricht durch Medieneinsatz
    3. Größerer Lernerfolg durch Lernprogramme
    4. Zukunfts- und Berufsorientierung durch die Arbeit am Computer
    5. Ausbildung am Computer als ein Ziel des Gymnasiums
  3. Veränderter Unterricht durch verstärkten Computereinsatz
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2. Beispiel

Aufgabe:

Wähle eines der folgenden Themen und verfasse dazu eine begründete Stellung­nahme! Schreibe das Thema im Wortlaut an die dafür vorgesehene Stelle im Kopf der Schulaufgabe! Halte dich an die in der Schule besprochene und geübte Form der begründeten Stellungnahme!
Die Arbeitszeit beträgt 80 Minuten (08:00 – 09:20 Uhr).


Themen:

  1. Warum ich mich für den [mathematisch-naturwissenschaftlichen | neusprachlichen] Zweig entschieden habe
  2. Sollte auch im nächsten Schuljahr am Ludwigsgymnasium ein Girls-Day stattfinden?
  3. Welche Bedeutung hat das Zeitunglesen für Gymnasiasten?
Viel Erfolg!


Erwartungshorizont

Die Gliederung soll in Stichpunkten formuliert sein und im Hauptteil 3-5 Argumente enthalten.


Ausführung:

Die Einleitung soll von einer allgemeinen Aussage ausgehen, die persönliche Betroffenheit darstellen und im letzten Satz das Thema mit eigenen Worten wiedergeben.

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3. Beispiel

Aufgabe:

Wähle eines der folgenden Themen und verfasse dazu eine begründete Stellung­nahme! Schreibe das Thema im Wortlaut an die dafür vorgesehene Stelle im Kopf der Schulaufgabe! Halte dich an die in der Schule besprochene und geübte Form der begründeten Stellungnahme!
Die Arbeitszeit beträgt 80 Minuten (08:35 – 09:55 Uhr).


Themen:

  1. Aus welchen Gründen besuche ich das Ludwigsgymnasium?
  2. Welche Vorteile bietet der gemeinsame Unterricht von Mädchen und Jungen am Ludwigsgymnasium?
  3. Warum kann Fernsehen das Zeitunglesen nicht ersetzen?
Viel Erfolg!
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4. Beispiel

Warum ich gerne fernsehe

(Begründete Stellungnahme)

Heutzutage werden wir von modernen Medien aller Art geradezu überflutet: Soziale Netzwer­ke, Video on Demand, Internet, Youtube oder Amazon Prime sind nur einige Angebote, neben denen sich die altbewährte Zeitung, aber auch Radio und Fernsehen geradezu altertümlich ausnehmen. Warum ich trotzdem gerade letzteres sehr schätze, dafür gibt es viele gute Grün­de, von denen ich einige hier gerne ausführe.

Zunächst nutze ich das Fernsehen bewusst als Informationsmedium. Geschulte Redaktions­teams arbeiten verantwortlich an der Gestaltung der Nachrichtensendungen im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Daher wirken die Berichte in der Tagesschau der ARD oder der Heute-Sendung im ZDF seriös und überzeugend. Als beispielsweise vor einigen Wochen ein Amokfah­rer in Münster mit seinem Lieferwagen in eine Menschenmenge raste, waren auf Twitter schnell Fake-News in Umlauf, die den Fahrer als Migranten bezeichneten. Solche politisch mo­tivierten Falschmeldungen konnten dann im öffentlich-rechtlichen Fernsehen schnell richtig gestellt werden, denn der Täter war ein Deutscher, wie die Polizei herausbrachte. Wer sich also nur auf Nachrichten im Internet verlässt, kann leicht auf bewusst oder unbewusst falsche Darstellungen hereinfallen. Daher informiere ich mich lieber in zuverlässigen Nachrichtensen­dungen wie zum Beispiel der Tagesschau.

Ein weiterer Grund für meinen Fernsehkonsum ist die oft gute Unterhaltung, die hier geboten wird. Geschickt gestaltete Quizshows wie zum Beispiel „Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell“, „Gefragt – gejagt“ oder „Wer wird Millionär“ sorgen ebenso für ansprechende Entspan­nung wie geistreiche Komödien oder auch Sportendungen, etwa die Sportschau. Namhafte Sendungen wie „Wer wird Millionär“ leben neben den meist lustigen Kommentaren des Mo­derators Günter Jauch von den Äußerungen der Kandidaten, dem Verhalten des Publikums und den manchmal kniffligen Fragen und angebotenen Antworten. So ist für jeden Zuschauer etwas dabei, was ihn interessiert. Ich verfolge diese Sendung gerne, weil ich mitrate und mich besonders freue, wenn ich mehr weiß als einer der Kandidaten im Studio.

Am bedeutsamsten sind für mich aber Beiträge, die mein Wissen erweitern oder vertiefen. Es gibt zu nahezu allen Bereichen aus Forschung und Wissenschaft aktuelle Dokumentationen, in denen interessante Inhalte anschaulich vermittelt werden. Das nützt nicht zuletzt auch meiner Allgemeinbildung, die ich manchmal sogar in der Schule gewinnbringend anwenden kann. In der Dokumentation „Der Daten-Dschungel. Fantastische Freiheit oder smarte Sklaverei?“, die am 30.4.2018 im Sender Phönix lief, ging es zum Beispiel um die Chancen und Gefahren, die durch die verdeckte Datensammlung im Internet, etwa durch Facebook oder Microsoft, aber auch im öffentlichen Raum durch Videoüberwachung entstehen. Nach dieser sehr gut recher­chierten und mit vielen Beispielen belegten Doku gehe ich jetzt mit meinen persönlichen Daten sehr viel sorgsamer um und überlege mir genau, was ich von mir zum Beispiel auf Face­book preisgebe. Ohne die genannte Fernsehdokumentation hätte ich nie erfahren, was gewinn­orientierte Wirtschaftsunternehmen mit meinen privaten, scheinbar harmlosen Daten anfangen können. Geschickte Meinungsbeeinflussung oder individuell zugeschnittene Wer­bung sind dabei nur ein Teil des möglichen Missbrauchs.

Auch wenn das Fernsehen durch manche elektronischen Medien Konkurrenz bekommt, so ist es für mich dennoch unersetzlich, denn die anderen Medien ergänzen lediglich die Informatio­nen, die ich aus dem TV erhalte; verdrängen können sie sie nicht. Allerdings muss ich auch beim Fernsehen genau bedenken, was ich anschaue, denn nicht alles, was glänzt, ist Gold. Vor allem bei den privaten Sendern gibt es viele Produktionen, die die oben genannten Vorteile nicht bieten können oder wollen. Eine gezielte Programmauswahl ist daher für mich ein Muss.

Anmerkungen:

Überleitungen
Behauptung
Begründung
Beispiel Fazit bzw. Synthese
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